Brackwasseraquarium
Nachdem wir schon einige Zeit unser Riffaquarium besaßen, ging unser Trend zum Zweitbecken. Letztendlich stand bei unserem Händler längere Zeit ein gebrauchtes Becken rum und wir konnten es relativ günstig erwerben.
Auch dieses Becken hatte einen Innenfilter und sollte zunächst als reines Anemonenbecken eingerichtet werden. So besetzten wir das Becken mit den verschiedensten Anomenen und passenden Fischen und hatten auch eine kurze Zeit unsere Freude daran. Leider wanderten einige Anemonen und wir vermuten, dass sie sich gegenseitig bekämpften und dabei Gift ins Wasser ließen. Wir versuchten noch, eine UV-Anlage zu installieren und reinigten mit Aktivkohle aber alles ohne Erfolg. Jedenfalls überlebten die Anemonen sowie die Clownsfische nicht.

Nach reichlicher Überlegung sollte es dann ein zweites Korallenbecken werden. Neben diversen Fischen und Korallen hatten wir auch ein Pärchen Sechsscherengarnelen im Aquarium. Leider starb das Weibchen und wir dachten uns, dass die verbliebene ein neues akzeptieren würde. Das tat es aber leider nicht und stürtzte sich kaum dass es im Becken war auf es und kniff deren Scheren ab. Ziemlich grausam anzusehen, das Weibchen starb dann auch kurz darauf.
Einige Zeit lief dieses Becken dann auch bis irgendein Fisch die Pünktchenkrankheit bekam. Bevor wir mit Medikamenten reagieren konnten starben uns leider alle Fische und wir waren etwas ratlos was wir mit dem Becken anstellen sollten. Durch Zufall waren wir in Oldenburg bei Aqua Design und entdeckten dort Schlammspringer in einem Verkaufsbecken. Schnell stand fest, dass wir die gerne zu Hause sehen würden und erfuhren, dass wir dazu Brackwasser benötigen. So entstand also unsere Idee zu einem reinen Brackwasserbecken.
Dazu mußte der Innenfilter raus und auch die Verkleidung an der Vorderseite wurde entfernt. Als Bodengrund kam Korallenbruch zum Einsatz, Als Dekomaterial kauften wir Steine und Mangrovenholz. Da die Hinterwand mit der weißen Tapete nicht schön wirkte, kam noch ein Rückwandposter aus einem Aquariengeschäft zum Einsatz. Später sollte noch ein Flugzeug mit Blubberstein seinen Platz finden. Eine externe Pumpe und vorhandene T5 vervollständigten die Einrichtung.
Etwas schwieriger wurde die Wahl des Besatzes. Die Schlammspringer, es handelt sich um indische Zwergschlammspringer standen fest, aber da sie eigentlich nur faul rumliegen, wollte wir etwas schwimmendes haben. Nur wollen die meisten Fische ja entweder Süß- oder Salzwasser haben und die Zoogeschäfte kennen sich auch nicht sonderlich gut aus. Jedenfalls sollte Rittergrundel gehen und auch Segelkärpflinge, welche man an Brackwasser gewöhnen kann durften im Becken einziehen.
In einem anderen Geschäft entdeckten wir noch Goldringelgrundeln, welche sich hervorragend halten. Jeder weitere Versuch kleinere Fische oder Garnelen einzusetzen wurde jedoch von den Rittergrundeln zunichte gemacht. Egal was wir einsetzten, sie betrachteten es als Futter. Nur von den Goldringelgrundeln ließen sie ab, obwohl sie recht klein sind.
Nachdem die Rittergrundel gestorben waren fielen wir auf die gute Idee, zwei Vieraugenfische einzusetzen. Diese sind recht lebhaft, schwimmen meiste an der Oberfläche und tauchen nur ab und zu zur Futtersuche ab. Die Segelkärpflinge waren mitterweile auch nicht mehr. Als Ersatz kamen Guppies ins Becken. Diese lebten jedoch nicht sehr lange und so beliessen wir es erstmal bei dem bestehenden Besatz.
Als der Platz in unsrem Nanobecken etwas eng wurde, wurden die Endler-Guppies kurzerhand ans Brackwasser gewöhnt, aber bis auf zwei größere Weibchen wurde alles von den Vieraugen verspeist. Nun ja, Amanos wurde zwischenzeitlich immer mal wieder eingesetzt, aber finden tuen wir sie auch nicht mehr. Auch hier vermuten wir die Vieraugen, die mittlerweile wirklich recht groß geworden sind.
Ansonsten läuft das Becken sehr gut, die Schlammspringer sind vergnügt, nur mit Pflanzen haben wir kein Glück. Mangroven wollen nicht und andere überleben es leider auch nicht.