Unser Meerwasseraquarium
Seit September 2000 sind wir Besitzer eines 350 Liter Riffbeckens. Dank unserem Händler konnten wir das Becken beim Kauf erst in seinem Laden einfahren, nach etwas 6 Wochen wurde das Becken samt Wasser dann zu uns geliefert.
Der Aufbau des Beckens war mehr als einfach: Becken aufstellen, Deko, also Lebendgestein und Korallenbruch als Bodengrund rein und schließlich Wasser ins Becken, danach Pumpen an, Licht an und wir hatten endlich unser eigenes Riff im Wohnzimmer.
Einige Einsiedler und Schnecken waren zu Beginn auch schon im Becken und so konnten wir schon so einige Bewegung sehen. Mit dem Erstbesatz warteten wir dann auch noch einige Zeit bis sich so langsam das Becken füllte.
Begonnen haben wir mit einem Palettendoktor der anfangs sehr hektisch durch das Becken fegte. Scheibe rauf und wieder runter und das die ganze Zeit so dass wir schon dachten mit dem Fisch stimmt etwas nicht. Aber er beruhigte sich und wir setzten die nächsten Fische ein.
Ein Segelseebader sowie zwei Anemonenfische folgten. Alle vertrugen sich und wir setzten den vorerst letzten Fisch, einen Feuerkorallenwächte ein.
Im Laufe der Zeit kamen natürlich einige Korallen dazu, Weißband Putzergarnelen und, sofern ein Fisch gestorben war, wieder neuer Besatz. Den Fischschwund konnten wir anfangs nicht erklären, bis wir eine Bewegung im Becken bemerkten, wo eigentlich keine sein sollte. Wir forschten etwas genauer und entdeckten schließlich einen Krebs, der sich wohl nachts über die Fische hermachte. Zu fangen war er nicht gerade einfach, da aber in der Anfangszeit noch nicht so viele Korallen im Becken waren, konnten wir einen Großteil der lebenden Steine aus dem Becken holen und kamen so an den Krebs heran.
Leider bleib es nicht bei diesem einen Krebs. Wir mußten im Laufe des ersten Jahres 5 Krebse aus dem Becken holen, die wir wohl mit dem Lebendgestein importiert hatten. Danach hatten wir auch keine Fischverluste mehr, das Krebsproblem war also gelöst.

So sah unser Becken dann eine ganze Zeit aus. Die vorhandenen T8 wurde durch eine HQI Lampe ersetzt, als Bodengrund kam feinster Korallensand zum Einsatz. Die Fischverluste hielten sich in Grenzen, die Korallen wuchsen und wir hatten eigentlich nichts zu bemängeln.
Ende 2009 kam es dann aber leider zum Totalausfall des Beckens. Innerhalb weniger Tage kippte das komplette Becken um, und auch ein sehr großer Wasserwechsel konnte das Becken nicht retten. Ausser einem Schlangenseestern starben alle Tiere die wir im Becken hatten. Darunter waren eine sehr seltene Blasenkoralle, ein Fingerlederkoralle aus dem ersten Besatz und eben auch alles andere.
Wir hätten zwar aufgeben können, aber wollten das Becken nicht einfach weggeben und entschlossen uns, neu aufzubauen. Das Wasser haben wir komplette gewechselt, Lebendgestein allerdings drin gelassen. Nach etlichen Wochen kamen auch wieder Fische ins Becken, aber auch hier waren dann wieder die ersten Verluste da.
Mittlerweile läuft das Becken aber wieder stabil. Der derzeitige Besatz ist sehr stabil, auch die Korallen wachsen und wir hoffen, dass es so weiter geht.